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Sprechstunde

Eine Prostatakarzinom-Spezialsprechstunde findet donnerstags sowie nach gesonderter Vereinbarung statt.

Terminvereinbarung bitte über
Tel. 0651/208-2681


Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

Nordallee 1
54292 Trier

Sekretariat Urologie
Tel. 0651/208-2681

 
Unsere Leistungen
Therapien

Unsere Leistungen im Überblick

Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Abriss über unser Leistungsspektrum:

Spezialsprechstunde

In unserer Spezialsprechstunde analysieren wir Ihre individuelle Ausgangssituation und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein auf Ihre persönlichen Prioritäten ausgerichtetes weiteres Vorgehen.

Diagnostik

Vor jedweder Therapie steht die Diagnostik.
Von besonderer Bedeutung im Hinblick auf das Prostatakarzinom sind hierbei die körperliche Untersuchung mit Tastuntersuchung der Prostata, der PSA-Wert sowie die ultraschallgesteuerte Punktion der Prostata zur Gewinnung einer Gewebeprobe.
Darüber hinaus führen wir auch eine Umfeld- und Ausbreitungsdiagnostik u.a. mittels Ultraschall und Knochenszintigraphie durch. Wir nutzen bei speziellen Fragestellungen auch alle Formen der bildgebenden Verfahren, wie z.B. CT, MRT oder PET-CT.

Therapien

Die Behandlung des Prostatakarzinoms umfasst eine Reihe von therapeutischen Möglichkeiten.
Hier finden Sie einen Überblick über mögliche Therapien.

Nachsorge

Durch die enge Kooperation mit den angeschlossenen niedergelassenen Kollegen im
Rahmen des Prostatazentrums ist eine systematische engmaschige Tumornachsorge gegeben. Jeder Patient erhält darüber hinaus eine Tumordokumentationsmappe mit allen relevanten Unterlagen und Informationen.

Studien

Die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien gewährleistet die Behandlung auf dem
neuesten Stand der aktuellen Forschungsergebnisse im Einklang mit den deutschen und internationalen Leitlinien zur Therapie des Prostatakarzinoms.

PREFERE

Die PREFERE-Studie ist abgeschlossen.

Diese Studie richtet sich an Männer mit Prostatakrebs, bei denen die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten ist und die bisher noch nicht behandelt worden sind. Sie ist ein urologisches Forschungsprojekt, das es in diesem Umfang noch nicht gegeben hat. In der Studie werden erstmals alle vier empfohlenen Therapien zur Behandlung eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms miteinander verglichen. Die teilnehmenden Patienten werden ausschließlich durch erfahrene Spezialisten mit nachgewiesen hoher Behandlungsqualität behandelt. Sie erhalten eine sehr sorgfältige Beobachtung und ärztliche Betreuung. Die intensive Nachbeobachtungszeit innerhalb der Studie beträgt mindestens 13 Jahre. Die Betreuung der Studienpatienten erfolgt in enger Zusammenarbeit ihres niedergelassenen Urologen und/oder Strahlentherapeuten mit dem Studienzentrum.

PREFERE Studie
 
 

URANIS

Dokumentation der Daten von chemotherapienaiven Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) ohne Viszeralmetastasen, die mit Radium-223 (Xofigo®) entsprechend der Routinepraxis behandelt werden.

 
 

SCOPE

Nicht-interventionelle Studie zur Untersuchung des Einflusses der Behandlungssequenz, in der Jevtana® (Cabazitaxel) angewendet wird, auf den Therapieerfolg bei Patienten mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC).

 
 

PCO

Studie zur Verbesserung der Ergebnisqualität beim lokal begrenzten Prostatakarzinom („Prostate Cancer Outcomes Study“). Die Ergebnisqualität umfasst das Überleben nach dieser Erkrankung, aber auch die Lebensqualität und Nebenwirkungen der Therapie.

 

Therapie des Prostatakarzinoms

Die Behandlung des Prostatakarzinoms umfasst eine Reihe von therapeutischen
Möglichkeiten, welche in enger Absprache mit dem Patienten und in Anlehnung an
das jeweilige Tumorstadium und die individuelle Gesamtsituation (z.B. im Hinblick
auf Begleiterkrankungen) zum Einsatz kommen. Hierbei werden die jeweils aktuellen deutschen und internationalen Therapieleitlinien zu Grunde gelegt. In regelmäßigen Tumorkonferenzen werden die Therapiestrategien interdisziplinär erörtert.

Diese etablierten Standardbehandlungsverfahren umfassen:

„Wait and see“ (beobachtendes Abwarten) sowie „Active surveillance“ (aktive Überwachung)

Es handelt sich hierbei um zurückhaltende Behandlungsformen für meist frühe Stadien der Erkrankung bei einem in der Regel älteren Patienten. Sie umfassen eine abwartende Strategie mit der Option des Behandlungsbeginns bei Beschwerden („wait and see“) bzw. mit regelmäßigen Kontrollen zur Überwachung des Krankheitsverlaufes und der Option der (kurativen) Therapie bei einem eventuellen Fortschreiten der Erkrankung („active surveillance“).

Operative Therapie

Die Operation stellt das Standardverfahren zur Behandlung des Frühstadiums des lokal begrenzten Prostatakarzinoms mit dem Ziel der Heilung dar.
Sie besteht aus der totalen (radikalen) Entfernung von Prostata und Samenblasen mit anschließender Neuverbindung von Harnblase und Harnröhre („Anastomose“). Der Eingriff kann offen chirurgisch oder in „Schlüssellochtechnik“ (Laparoskopie) durchgeführt werden. Je nach Lokalbefund kann in Absprache eine die Potenznerven schonende Operationstechnik angewandt werden.

Strahlentherapie

Zur Behandlung des Prostatakarzinoms stehen den Strahlentherapeuten verschiedene Techniken zur Verfügung. Diese werden je nach Tumorausbreitung, Bösartigkeit, PSA-Wert, Allgemeinzustand sowie unter Berücksichtigung des Alters des Patienten eingesetzt.

Das häufigste Verfahren ist die Bestrahlung mittels Linearbeschleuniger von außen. Üblich ist heute die sogenannte 3-D-konformale Strahlentherapie. Hierbei wird mittels aufwändiger Planungssoftware die Prostata dreidimensional im Körper dargestellt. So kann anschließend die Prostata aus jedem beliebigen Winkel mit einem zusätzlichen kleinen Sicherheitssaum (konformal) bestrahlt werden. Dieses Verfahren reduziert die Nebenwirkungen besonders im Darm- und Blasenbereich.
Die Behandlung erfolgt täglich über einen Zeitraum von 7 – 8 Wochen. Jede Sitzung dauert mit Lagerung ca. 10 Minuten. Die Behandlung ist grundsätzlich schmerzlos.

Um die Nebenwirkungen bei der Bestrahlung der Prostata so gering wie möglich zu halten und die Heilungsaussichten zu verbessern, kann die Strahlentherapie der Prostata aufgeteilt werden: Nachdem 2/3 der Gesamtdosis mittels Linearbeschleuniger verabreicht wurde, kann die Behandlung durch eine Strahlentherapie von innen ergänzt werden. Dabei werden bis zu 18 Nadeln unter Ultraschallkontrolle in Allgemein- oder Spinalanästhesie (Voll- oder Teilnarkose) punktgenau in die Prostata eingebracht und anschließend wird über diese Nadeln die Prostata bestrahlt. Vorteil der Kombination beider Methoden ist einerseits die höhere Gesamtdosis mit der Option, auch bösartigere Tumore vollständig zu zerstören. Andererseits reduzieren sich die Nebenwirkungen durch eine deutlich geringere Belastung von Blase und Darm.

Als weitere Form der inneren Bestrahlung können im Rahmen der sogenannten Permanenten Seed-Implantation (Radiojod-Therapie) radioaktive Kapseln (sogenannte „Seeds“) über Nadeln in die Prostata eingebracht werden, die dort verbleiben. Vorteil dieser Behandlung ist die kurze Behandlungsdauer von wenigen Stunden mit einer nur vorübergehenden leichten Beeinträchtigung der Lebensqualität. Aufgrund der geringen Eindringtiefe der Strahlung sowie der geringen Strahlungsintensität sollte die Behandlung jedoch nur beim Frühkarzinom und bei geringer Aggressivität des Tumors eingesetzt werden. Empfohlen wird die Behandlung daher bei kleinen, noch nicht tastbaren Tumoren mit einem PSA-Wert unter 10 ng/ml und einem Gleason-Score kleiner als 7.

Die mit unserem Prostatakarzinomzentrum kooperierenden Strahlentherapien im Mutterhaus Mitte sowie in Trier-Ehrang bieten jeweils sämtliche zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Strahlentherapie an. So können wir jedem Patienten ein optimales Therapieprotokoll anbieten. Die Behandlung wird hierbei individuell an die Tumorsituation des Einzelnen angepasst, mit dem Ziel einer maximalen Heilungsrate bei gleichzeitig möglichst geringen Nebenwirkungen. Um die für den Einzelnen beste Therapieform festzulegen kann im Vorfeld ein Beratungsgespräch in der Strahlentherapie erfolgen.

Hormontherapie

Bei der Hormontherapie handelt es sich um eine medikamentöse Therapie zur Behandlung des Prostatakarzinoms. Die Hormontherapie kommt in erster Linie bei fortgeschrittener Tumorerkrankung oder bei Patienten, die aus verschiedenen Gründen (z.B. Alter und Begleiterkrankungen) nicht für eine Operation oder eine Strahlentherapie in Frage kommen, zum Einsatz.

Chemotherapie

Die Chemotherapie dient der palliativen Behandlung des Prostatakarzinoms. Das bedeutet, Ziel der Behandlung ist nicht die Heilung, sondern die Tumor- oder Symptomenkontrolle. Diese Behandlung kommt im fortgeschrittenen Tumorstadium zum Einsatz, wenn die Mittel der Hormontherapie nicht mehr greifen.

 
 
 
 
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